Geschichte des Vereins

20. Dezember 1984 - Gründung des Schalmeienzugs Ingoldingen
Nachdem im Mitteilungsblatt der Gemeinde Ingoldingen zu einem Treffen aller Interessenten an Schalmeien eingeladen wurde, beschlossen folgende Personen die Gründung des Schalmeienzugs Ingoldingen:

  • Roland Huschek
  • Michael Rettig
  • Max Müller
  • Ernst Holzinger
  • Thomas Hummler
  • Franz Schwarzkopf
  • Bruno Seeler
  • Peter Reisch
  • Bruno Zell
  • Christine Schmid

26. Januar 1985 - Einkauf der ersten Instrumente
Im Januar wurden endlich die lang ersehnten Schalmeien bei der Firma Lange in Ravensburg gekauft.
27. Januar 1985 - Die 1. Musikprobe
Die 1. Musikprobe war noch ein wildes Durcheinander, da die meisten zum ersten Mal eine Schalmei in den Händen hielten. Herr Schuhwerk, der Ausbilder der Schalmeien Eberhardzell, konnte sich aber doch noch irgendwann Gehör verschaffen und gab die ersten Anweisungen. Er hatte für uns 3 Lieder vorbereitet, die wir natürlich hoch motiviert sofort in Angriff nahmen. Am selben Abend zog es uns noch in die örtlichen Gaststätten, um allen zu zeigen was wir gelernt hatten.

5. März 1985 - Generalversammlung
Im März fand die 1. Generalversammlung im Gemeinschaftsraum der Landjugendgruppe Ingoldingen statt. Neben vielen Aufgaben stand natürlich die Wahl der Vorstandschaft im Vordergrund.
Folgende Mitglieder sind bis zur ersten Generalversammlung am 05.03.1985 beigetreten, und zählen mit zu den Gründungsmitgliedern:

  • Karin Holzinger
  • Sonja Reisch
  • Klaus Maucher
  • Ursula Maucher, geb. Pahl
  • Herbert Wiek

18.11.1985 – Eintragung ins Vereinsregister
Der Verein „Schalmeienzug Ingoldingen e.V." wurde in das Vereinsregister des Amtsgerichts Biberach eingetragen.

 

Geschichte der Schalmei

Die Geschichte der Schalmei geht bis in die ersten Jahrhunderte unserer Zeitrechnung zurück.
Bereits im 5. Jahrhundert kannte man die Aulos, ein Holzblasinstrument der Hirten.
Im 16. Jahrhundert setzte ein Niedergang ein, da die Schalmei neben der Violine geradezu verblasste. Die Wiedergeburt kam aus Frankreich, wo der bedeutende Instrumentenbauer Jean Hotteterre um 1650 aus der Schalmei die Oboe entwickelte. Auch die Musette, eine Art Dudelsack, die damals in Frankreich gespielt wurde, kann zu den Vorfahren der Schalmei gezählt werden.
Die heutigen Instrumente können jedoch nicht mit diesen Vorfahren verglichen werden. Es sind Blechinstrumente, wobei die Töne durch Membranen erzeugt werden.
Der Bläser kann, im Gegensatz zu Blechblasinstrumenten, den Ton nicht beeinflussen. Die heutigen Schalmeien sind meist diatonisch gestimmt und kommen aus der Familie der Martinshörner.
Die Tradition der Schalmeienmusik reicht in die Weimarer Republik zurück. Damals begleiteten Schalmeienkapellen die Demonstrationen und spielten bei Veranstaltungen der Arbeiterbewegung. Bis 1933 gab es in Deutschland sehr viele Schalmeienkapellen. Sie wurden jedoch zum größten Teil verboten und die Instrumente zerschlagen.
Süddeutschland hat sich in den letzten 40 Jahren zu einer neuartigen Schalmeienhochburg entwickelt.
In Bayern und Baden Württemberg existieren ca. 130 Vereine. Von der alten politischen Tradition sind nur noch die Instrumente geblieben, denn gespielt wird was das Herz begehrt. Das Repertoire reicht vom Stimmungslied über Schlager und Kirchenlieder bis hin zum Rock.